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Aktuell

02.05.2017

DEFACTO Nachhaltigkeitsstudie 2017: Konsumenten wünschen sich von Marken mehr Glaubhaftigkeit und Transparenz

Angesichts der großen Betrugsskandale à la VW fordern Verbraucher von Unternehmen und Marken immer mehr einen glaubhaften Beitrag beim Thema Nachhaltigkeit. Dies belegt die Studie „Nachhaltigkeit 2017“ der defacto digital research GmbH, Erlangen, und der Zeitschrift „absatzwirtschaft“, Düsseldorf. Im Januar/Februar 2017 fragten die Marktforscher zum dritten Mal nach Verbrauchereinschätzung und Erwartungshaltung zum Engagement von Unternehmen in Sachen ökologischer, sozialer und ökonomischer Nachhaltigkeit. Im Fokus: 100 Top-Marken aus zehn Branchen.

Erlangen, 2. Mai 2017   100 führende Marken aus den Branchen Automobil, Banken und Versicherungen, Energie, Fashion, Fast Moving Consumer Goods, Gastronomie und Hotellerie, Haushalts- und Elektronikgeräte, Lebensmitteleinzelhandel und Drogerie, Telekommunikation, Tourismus und Verkehr hat die Studie „Nachhaltigkeit 2017“ in den Fokus genommen: Wie schätzen Kunden, Gäste und Verbraucher das Engagement der Unternehmens- und Produktmarken im Bereich Nachhaltigkeit ein (Sustainability Engagement Index SEI)? Wie hat sich die Einschätzung im Vergleich zum Vorjahr entwickelt? Die branchenübergreifende online-repräsentative Studie nimmt dabei die Performance vieler bekannter Marken unter die Lupe. So sicherten sich beispielsweise im Bereich „Fast Moving Consumer Goods“ die Marken Weleda, Andechser Natur und Frosta die vorderen Plätze. Neben Tchibo rücken mit Melitta und Jacobs zwei neue Kaffeemarken in das TOP 10 FMCG-Marken-Ranking auf. Im Bereich „Fashion“ bleiben die führenden Marken Trigema, Birkenstock und Jack Wolfskin.

Alle Resultate wurden jeweils mit der Erwartungshaltung der befragten Verbraucher an das Nachhaltigkeits-Engagement verglichen (Sustainability Potential Index SPI). Das Ergebnis zeigt je nach Marke eine Differenz, aus der sich für Unternehmen konkrete Handlungsanleitungen ableiten lassen. „Hier wird klar, dass der Druck auf Unternehmen zum Thema Nachhaltigkeit weiter steigt“, so Studienleiter Dr. Jens Cornelsen, Geschäftsführer der defacto digital research GmbH. Denn branchenübergreifend habe inzwischen mehr als jeder zweite Kunde diesbezüglich hohe oder sehr hohe Erwartungen an Unternehmen; im Vergleich zum Vorjahr ein Plus um bis zu vier Prozentpunkte. „Nachhaltigkeit wird vor allem als vertrauensbildende Maßnahme von Unternehmen gegenüber ihren Kunden wichtig. Betrug am Verbraucher und intransparente Markenführung wie der Abgasskandal von VW lassen den Ruf nach Glaubhaftigkeit lauter werden“, so Dr. Jens Cornelsen.

Zusätzlich gibt die Nachhaltigkeitsstudie Hinweise auf die Auswirkungen nachhaltigen Handelns auf Aspekte wie Markenloyalität, Innovationswahrnehmung, Qualitätsimage und Mehrpreisbereitschaft seitens der Kunden. Auch diese sogenannten „Lift-Effekte“ stiegen im Vergleich zum Vorjahr an. Nachhaltigkeit fördert die Kunden-Marken-Beziehung. So führt etwa ein höheres Engagement für Nachhaltigkeit bei 51 Prozent (+5) der „FMCG“-Kunden zu einer verbesserten Wahrnehmung der Produktqualität, bei 53 Prozent (+2) erhöht sich die Markenloyalität und 51 Prozent (+5) bekennen sich zu einem „besseren Gefühl“, wenn ihre Marke zukünftig stärker auf Nachhaltigkeit setzen würde. Ein nicht unerheblicher Teil der Konsumenten (32%) ist zudem bereit, für Nachhaltigkeit einen gewissen Mehrpreis zu bezahlen.

Studien-Steckbrief: Online-repräsentative Erhebung im Januar/ Februar 2017. Für über 12.000 Unternehmens- bzw. Markenbewertungen wurden 2.700 Konsumenten in Deutschland befragt. Zielsetzung: Erhebung von „Sustainability Engagement Index“ und „Sustainability Potential Index SPI“.

Weitere Informationen zur Studie „Nachhaltigkeit 2017“ bei Theresa Hümmer, theresa.huemmer@defacto-dr.de

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